Azubi goes abroad

Unser Azubi Dominik tauscht seinen üblichen Arbeitsplatz in Waghäusel mit einem in unserer polnischen Produktion in Chorzów ein. Jetzt berichtet er, was er dort erlebt.

Reibungslose Ankunft

In meinem vierten Lehrjahr ist es nun endlich so weit: Ich darf nach Polen reisen! Dort werde ich drei Wochen lang in unsere Produktion in Chorzów mitarbeiten. Nach einem entspannten Flug kann das Abenteuer direkt losgehen! Apartment beziehen, Fahrzeug entgegen nehmen und unser Elektror-Werk in Chorzów zum ersten Mal besichtigen, die ersten Tage verfliegen einfach! Vom ersten Moment an ist es super spannend zu sehen, wie die Produktion hier abläuft. Natürlich ähneln sich unsere beiden Produktionen, aber ich entdecke schnell einige Unterschiede. Vor allem die Größen der Ventilatoren sind für mich ungewohnt. In Waghäusel produzieren wir Ventilatoren mit einer Höhe bis zu knapp über einem Meter, hier in Chorzów werden dagegen wirkliche Giganten gefertigt, bis zu mehreren Metern hoch!

Work, Work, Work

Dann geht es aber erst richtig los – die Arbeit ruft! Ich darf in alle Arbeitsstationen hineinschnuppern, also vom Kanten der Bleche bis zum Versand der fertigen Ventilatoren erlebe ich alles mit. Von Anfang an heißt es direkt mit anpacken: Beim Kanten und Auswuchten wird viel ohne Hilfsmittel gearbeitet. Daran muss ich mich erst einmal gewöhnen.

Danach steht die Endprüfung an. Hier kenne ich mich als Elektroniker ja aus - dachte ich zumindest. J Denn die Endprüfung der Geräte läuft hier ganz anders ab, als ich es aus Waghäusel gewohnt bin. In Polen steht hier vor allem das Betriebswuchten auf dem Plan. Das war schon beeindruckend!

Dann ist auch schon Endspurt angesagt. In der Montage nehmen die Ventilatoren ihre endgültige Form an. Anders als in Waghäusel gibt es hier keine vorsortierten Bauteile, die für die Monteure bereitliegen. Warum? Ganz einfach: Hier gibt es keine Lagerarbeiter. Jeder Monteur holt sich selbst seine benötigten Komponenten.

Die letzten Arbeitstage verbringe ich im Versand. Die Ventilatoren aus Polen sind alle individuell und unterscheiden sich in ihren Größen extrem, deshalb gibt es hier auch keine automatisierten Packprozesse. Für mich und meine Kollegen heißt das: Alle Ventilatoren per Hand einpacken und sichern. Für das Verladen der Riesenventilatoren brauchen wir ab und zu auch die Hilfe aller Monteure. Hier ist dann wirklich Teamwork gefragt!  

 

Eine tolle Erfahrung!

Natürlich hatte ich auch ausreichend Zeit, um Land und Leute kennen zu lernen. Zu Beginn meines Aufenthaltes war ich in Krakau. Außerdem war es mir sehr wichtig, den Rundfunkturm in Gleiwitz zu besichtigen. Gleiwitz ist auch nicht weit von Chorzów entfernt. Der 118 Meter hohe Sendeturm in der Stadt ist nicht nur der weltweit höchste Holzturm, sondern auch ein bedeutender Erinnerungsort für den Beginn des Zweiten Weltkriegs.

Während der drei Wochen hatte ich die Gelegenheit vieles zu sehen und zu entdecken, aber auch meine polnischen Kollegen näher kennen zu lernen. Ich hatte wirklich viel Spaß in der Produktion in Chorzów! Obwohl ich festgestellt habe, dass in Polen manches anders abläuft als bei uns in Deutschland, war das überhaupt kein Hindernis für die Zusammenarbeit. Die gesammelten Erfahrungen werde ich in meinem Alltag in Deutschland sicher gut einsetzen können. Kurz gesagt: Ich kann es nur jedem Auszubildenden empfehlen, dieses Angebot wahrzunehmen!