Wie können deutsche Industrieunternehmen im globalen Wettbewerb bestehen? Und welche politischen Rahmenbedingungen braucht es dafür? Darüber informierten sich die Landtagsabgeordnete Andrea Lindlohr MdL und Dr. Thorsten Hornung, Gemeinderatsmitglied in Ostfildern, bei ihrem Besuch des Headquarters der Elektror airsystems GmbH am 21. September 2026.
Politik fragt nach: Stärkung des Standorts Deutschland
Unternehmen in der Region kennenzulernen und aus erster Hand zu erfahren, wie der Wirtschaftsstandort Deutschland gestärkt werden kann, darum ging es Andrea Lindlohr bei ihrem Besuch im Headquarter von Elektror. Zudem war ihr das gegenseitige Kennenlernen wichtig, um auch die eigenen politischen Schwerpunkte und Möglichkeiten vorzustellen.
Als international tätiges mittelständisches Unternehmen entwickelt und produziert Elektror an seinen deutschen Standorten Lufttechnik für Kunden weltweit. Mit über 300 Mitarbeitenden am Hauptsitz sowie an zwei deutschen Produktionsstandorten ist Elektror darüber hinaus ein wichtiger Arbeitgeber in der Region.
Innovation und Effizienz als Erfolgsfaktor
Bei einer Führung durch das Technikcenter und die Prüflabore am Standort zeigte sich Andrea Lindlohr beeindruckt von der Innovationsstärke und der hohen Fertigungstiefe bei Elektror. Ulrich W. Kreher, Geschäftsführer von Elektror, und sein Nachfolger Dr. Sebastian Oster sprachen nicht nur über die Bedeutung der Lufttechnik für die unterschiedlichsten Branchen, sondern über den Wettbewerbsvorteil, der sich durch echte Nachhaltigkeit erzielen ließe.
Wie Unternehmen beispielsweise die Effizienz von Anlagen verbessern können, erläuterte Ulrich W. Kreher beim Rundgang durch das Motorprüflabor. So beginne die Effizienz nicht beim Motor, sondern bereits bei der Beratung. Denn häufig seien lufttechnische Systeme in Kundenanlagen überdimensioniert, um „noch ein bisschen Luft nach oben zu haben“. Durch das detaillierte Erfassen eines industriellen Prozesses und einer präzisen Auslegung der Lufttechnik ließen sich überdimensionierte Systeme vermeiden. Oft reiche eine kleinere Dimensionierung der Lufttechnik aus, was zu mehr Effizienz bei der Kundenanlage führen würde.
Klarer Auftrag an die Politik
Konkreter wurde es bei der Frage von Andrea Lindlohr, wie die Politik produzierende Unternehmen in Baden-Württemberg besser unterstützen könne. Ulrich W. Kreher und Sebastian Oster machten deutlich, dass es aus ihrer Sicht jetzt vor allem auf konsequentes Handeln ankomme. Baden-Württemberg verfüge über eine starke industrielle Basis und enormes Potenzial. Um dieses zu sichern, müsse die Landesregierung Veränderungen entschlossen angehen, Entscheidungen treffen und deren Umsetzung für Wirtschaft und Gesellschaft sichtbar machen.
„Als Unternehmer werden wir daran gemessen, was wir tatsächlich umsetzen und welche Ergebnisse wir erzielen. Diesen Anspruch wünschen wir uns auch stärker für politisches Handeln“, so Kreher und Oster. Dabei brauche es den Mut, bestehende Strukturen und Rahmenbedingungen grundlegend zu hinterfragen und auch disruptive Lösungsansätze zuzulassen. Entscheidend sei aber, dass aus Konzepten und Ankündigungen konkretes Handeln werde.
Gerade die grün-schwarze Landesregierung habe die Möglichkeit, unterschiedliche Perspektiven zusammenzuführen und daraus konkrete Lösungen für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg zu entwickeln. Transparenz darüber, was entschieden wurde, was umgesetzt wird und welche Wirkung erzielt wurde, könne zudem Vertrauen in die Handlungsfähigkeit von Politik stärken.
Für Elektror spielt der enge Austausch mit politischen Entscheidungsträgern eine wichtige Rolle, um gemeinsam neue Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft zu entwickeln. Der Besuch von Andrea Lindlohr bot die Möglichkeit, Herausforderungen und Chancen der Industrieproduktion in Deutschland offen zu diskutieren. Andrea Lindlohr sagte zu, den Austausch fortzusetzen und den Besuch zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen.



